Trainingslager Kroatien 2019 – ein Gastbeitrag aus Lampertheim

Ist es auch auf dem Wasser für die Kassler Sportler immer besonders wichtig, vor der Südhessischen Konkurrenz ins Ziel zu kommen, sieht die Sache im Training schon anders aus. Da kommt es immer mal zu gemeinsamen Aktionen, wie zum Beispiel unserem Oster-Trainingslager 2019. Gerade, wo die Saison vorbei ist und die dunklen, kalten WInrertage bevorstehen, schauen wir gerne nocheinmal zurück auf den Beginn dieses Kanujahres:

 

Nun war es also soweit. Mein erstes Trainingslager seit 8 Jahren stand kurz bevor. Es ist Donnerstag der 11.04.2019, 16:00 Uhr. Abfahrt in Lampertheim zum Treffpunkt Restplatz Haidt Süd, wo wir uns mit dem Bus der WVC treffen. Hier nochmal einen großen Dank an meinen Taxifahrer Nico.

Angefangen hatte es im Januar – wie so oft – beim gemütlichen Zusammensein und dem ein oder anderen Bierchen als ich Mike fragte, ob denn noch ein Platz für das Trainingslager in Kroatien frei wäre und bis wann er denn die Zusage benötigt. Nachdem alle nötigen Infos ausgetauscht waren, habe ich auch nicht lange gezögert und zugesagt.

Zurück zur Fahrt: Die Fahrt zum Treffpunkt verlief relativ entspannt. Dort angekommen kam die Nachricht, dass sich der Kasseler Bus etwas verspätet. Alles halb so wild. Man verbrachte die Zeit damit, sich Gedanken darüber zu machen, wie denn der ein oder andere Autofahrer zu seinem Führerschein gekommen ist. Als dann auch der Bus in Haidt eintraf, ging es nach dem Umladen des Gepäcks auch zügig weiter Richtung Süden. Dort lerne ich das erste Mal das neue Maskottchen der WVC, Balu, kennen. Bei Balu handelt es sich um einen relativ großen Bären (sieht aus wie Ted), der von den WVC-Damen vor dem Ertrinken aus der Fulda gerettet und danach adoptiert wurde.
Nach ca. 14 Stunden relativ ereignisarmer Fahrt – mal von den unfreundlichen Grenzbeamten an der slowenisch-kroatischen Grenze abgesehen – kamen wir dann in unserem Ziel Zaton gegen 10 Uhr an. Dort dann der erste Schock: „In einer Stunde findet die erste Einheit statt.“ kam der Hinweis von Mike. „Ob das sein Ernst sei?“, war meine Erwiderung. Alles Rumheulen brachte nichts und so wurde die erste Einheit, trotz Müdigkeit, dann auch rumgebracht.

Wie sieht so ein Tag im Trainingslager eigentlich aus? 7 Uhr erste Einheit, Frühstück, Chillen, 11 Uhr zweite Einheit, danach Athletik oder Körperkraft, Mittagessen, Chillen, 16 Uhr dritte Einheit, Kraft, Duschen, Abendessen, Schlafengehen. Unterbrochen wurde dieser Rhythmus von 2x einen halben Tag frei sowie 1x einen ganzen Tag frei.

Den ersten freien halben Tag fuhren wir in den Nationalpark Krka. Die Landschaft dort und der Ausblick auf den See und die berühmten Wasserfälle entschädigten für die teils sehr holprigen Fahrt. Ist auf jeden Fall einen Besuch wert gewesen. Auf den Rückweg ging es noch nach Šibenik, wo wir am Meer noch ein Eis gegessen und den Sonnenuntergang beobachtet haben.

Dass wir uns relativ nah am Meer befanden und es dadurch manchmal auch sehr windig sein kann, mussten wir an manchen Tagen leider feststellen. So manche Einheit wurde unter viel „Mimimi“ der Ein oder anderen Person bestritten, was den Trainer allerdings wenig beeindruckte. Wir waren ja schließlich nicht zum Spaß hier. 🙂

Den Pausentag in der Mitte unseres Trainingslagers verbrachten wir recht entspannt. Nach dem Frühstück besichtigten wir die Umgebung von Zaton, indem wir einen Aussichtspunkt auf dem gegenüberliegenden Berg/Hügel unserer Unterkunft erklommen. Der Weg dorthin war doch steiler und anstrengender als gedacht und hätte eine außenstehende Person mitbekommen, wie wir uns angestellt haben, hätte diese niemals geglaubt, dass es sich bei uns um Leistungssportler handelt. Nachdem wir wieder an unserer Unterkunft angekommen waren, verbrachte die eine Hälfte unserer Gruppe den restlichen Tag damit, um an der Körperbräune zu arbeiten. Die andere Hälfte entspannte beim Lesen oder anderen Tätigkeiten.

Die Rückfahrt wurde gegen 20:30 Uhr am Ostersonntag angetreten, um den großen Verkehr am nächsten Tag in Deutschland zu entgehen. Nach recht ruhiger Fahrt überquerten wir gegen 6 Uhr morgens die deutsche Grenze. Dies merkte man vor allem daran, dass direkt das mobile Internet unterirdisch schlecht wurde. Unser nächstes Ziel war ein Parkplatz in der Nähe von Aschaffenburg, wo mein Taxi Richtung Lampertheim wartete. Dort angekommen wurde sich dann auch ohne große Worte verabschiedet, da der Rest ja noch ein gutes Stück nach Hause vor sich hatte.

Abschließend möchte ich mich noch bei allen Beteiligten für die tolle und produktive Zeit in Kroatien bedanken. Besonderer Dank geht an Mike, der es mir ermöglicht hat mitzukommen. Des Weiteren an die Trainingsgruppe Elin, Enja, Pauline und Rieke, meinen Zimmerkollegen Zeba sowie Matze und Vera, die sich um den Großteil der Verpflegung gekümmert haben.

Auf eine erfolgreiche Saison 2019!

 

– Jan Heilmann

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