Dirk Butzmanns Weg zum Ironman Hawaii 2014

Dirk Butzmann, den manche vielleciht noch vom Schwimmen im Hallenbad Süd kennen, hat geschafft wovon fast alle Träumen: Er hat sich für die Ironman Weltmeisterschaft 2014 qualifiziert. Anbei sein Rennbericht vom Ironman Südafrika. Wir werden am 11.Oktober auf jeden Fall alle geannt auf den Athleten Tracker starren. Vielleicht huscht er ja auch einmal durchs TV-Bild, wer weiß.

Im August letzten Jahres meldete ich mich spontan mit einer Mischung aus Neugier und Spannung auf einen Wettkampf in exotischer Umgebung an. Erst danach begann ich mit der Reiseplanung und mich mit den Wettkampfgegebenheiten auseinanderzusetzen. Die Umgebung von Port Elisabeth ist bekannt für starken Wind und schlechten Straßenbelag, das Meer für starken Wellengang und gelegentliche Begegnungen mit weißen Haien. „Zu spät“, dachte ich, gebucht ist gebucht, und nachdem wegen der großen Teilnehmerzahl im Dezember die Radstrecke von 3 auf 2 Runden und von 800 auf knapp 1900 Hm erweitert wurde, fragte ich mich während meiner mir endlos erscheinenden Rolleneinheiten im heimischen Keller ob es eine sinnvolle Entscheidung war dort teilzunehmen.
Schließlich ging es dann, ohne eine einzige Freiwasserschwimmeinheit, 10 Tage vor dem Wettkampf Richtung Südafrika.
Nachdem ich dann einige von diesen Einheiten vor Ort nachgeholt hatte, stand ich am Wettkampfmorgen mit den restlichen ca. 2000 Kollegen am Schwimmstart. Nach 300 Metern kam die erste 90 Grad Boje und das erste Mal das Gefühl, aufhören zu müssen. In der Prügelei überkam mich zum ersten Mal in einem Triathlon Panik und Atemnot. „Das geht auf keinen Fall“, dachte ich mir und wartete, nach Luft schnappend, eine gefühlte Ewigkeit bis es besser wurde. Mit vielen Orientierungsschwierigkeiten wegen der durch die Wellen nicht sichtbaren kleinen Bojen, ging es dann nach 1:14 zum radeln.
Da meine Schwimmzeit mal wieder recht durchschnittlich war, befand ich mich ungefähr in der Mitte des Feldes und hatte jede Menge Verkehr. Zwei Runden über jeweils zwei Berge und am Meer mit Gegenwind zurück, das Alles auf groben Asphalt, so das ich mir irgendwann nach 4 bis 5 Stunden endlich ein Ende des Gerüttels herbei sehnte. Kurz bevor meine Unterarme doch noch zu brechen drohten, bin ich dann nach 5:26 vom Rad gestiegen. Ich wusste zwar, das ich einige Radfahrer überholt hatte, aber das es so viele waren, sah ich erst beim einlaufen in die Wechselzone: im meinem Bereich hingen noch so gut wie alle Laufbeutel, wartend auf ihre Besitzer, an ihren Haken. „So schlecht kann der Radsplit also doch nicht gewesen sein“, dachte ich mir während ich dadurch motiviert versuchte, schnell zu wechseln. Nach zwei Laufkilometeren rief Claudia mir zu: „Du liegst auf dem vierten Platz“. „Oje“, dachte ich ,“dann muss ich heute voll durchlaufen, nicht stehenbleiben, nicht von einem Altersklas
senkollegen überholen lassen , um ein Ticket nach Kona zu bekommen“. Also 3 Runden a 14 Kilometer: “ Die erste locker ein, die zweite locker durch und die dritte locker auslaufen“ war mein Plan.
Nach 20 Kilometern überholte mich dann der spätere Erste, Sam Sakai und ich war nur noch fünfter, nach zwei Runden hatte ich mich dann, ohne es selbst zu merken, auf den dritten Platz vorgeschoben. „Also nur noch eine Runde, eine verdammte Runde locker den langgezogenen Anstieg hoch und locker an der Strandpromenade zurück, wie ein lockeres Nachmittagsläufchen im Urlaub“, dachte ich mir. Die letzten 5 Kilometer auf der langen geraden Straße zogen sich dann extrem, „Bitte nicht stehenbleiben, einfach zügig weiterlaufen“. Irgendwann kam die Abzweigung zum Ziel, dann noch 3 Kurven und ich war angekommen, 2. Platz in meiner Altersklasse, das war mehr als ich geglaubt habe, irgendwann erreichen zu können. So steht der Start auf Hawaii am 11. Oktober als nächste Langdistanz auf dem Plan.

 

Dirk Butzmann Ironman WM 2014

 

.

Weitere Artikel

Jahreshauptversammlung und Jugendhauptversammlung vertagt

Aufgrund der erhöhten Ansteckungs- und Verbereitungsgefahr bei Versammlungen hat der Vorstand der WVC Kassel entschieden, sowohl die Jahreshauptversammlung als auch die Jugendvollversammlung auf unbestimmte Zeit

Triathlontrainingslager 2020 und Covid-19

(Stand 13.03.2020) Leider hat sich die Situation bis, heute wie anzunehmen war, verschärft und viele europäische Länder schotten sich ab. Die Gefahr dass auch Frankreich

WVC wird DKV Kanustation

Von nun an, können Kanuten die WVC als ofizielle DKV Kanustation nutzen. DIe Plakette wird bald unser Bootshaus zieren. Interessierte Wassersportler finden alle Infos über

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben