Veröffentlicht am

Einmal Imperia und zurück

Diesen April ging es für uns wieder nach Italien – um genau zu sein ins wunderschöne Imperia! Wir alle freuten uns schon sehr auf das Wiedersehen und natürlich besonders auf das intensive  Training. So ging bei der ganzen Aufregung die Fahrt doch relativ schnell rum. Pascal, den wir ja schon vom letzten Mal kannten, hat diesmal seinen ebenfalls Triathlonverrückten Bruder Johannes mitgebracht. Nachdem während der Fahrt einmal Udo Jürgens‘ Lied „Griechischer Wein“ (UNSER Trainingslager Hit) gelaufen war, war das Eis aber gebrochen. Das Lied hat uns die ganze Zeit weiterhin begleitet – bei mir in Form eines dreitägigen Ohrwurms. 

Die beiden haben die Fahrt mit uns sechs Mädels souverän gemeistert – Respekt dafür!

Angekommen auf dem Campingplatz mussten wir uns erstmal einrichten – wir Mädels haben uns ein Bettenlager aufgebaut damit niemand alleine ist. Außerdem haben Johannes und Pascal Abendessen für den zweiten Bus kochen, denn der brauchte wegen des Anhängers mit den Rädern leider knappe fünf Stunden länger… Nach langem Warten waren wir alle aber wieder glücklich vereint!

Den ersten Trainingstag gingen wir ruhig an. In leistungsorientierten Gruppen ging es vormittags nach dem gemeinsamen Frühstück und einer kurzen Verdauungspause aufs Rad, bei strahlendem Sonnenschein das Meer entlang

Die nächsten Tage liefen in etwa so ab: essen, Rad fahren, essen, ausruhen, optional ein Strandbesuch, essen, quatschen, schlafen… und das ganze dann wieder von vorne. 

Natürlich gehört zum Triathlon nicht nur Radfahren, weshalb wir sehr froh darüber waren, im dortigen Schwimmbad trainieren zu können. Das Meer war nämlich noch ziemlich kalt. 

Und laufen kann man ja überall. Nach dem ersten Schwimmtraining ging es jedoch für uns auf die Laufbahn. Denn die ist nigelnagelneu und es läuft sich sehr schnell darauf. Für uns war die blaue Bahn auf jeden Fall immer wieder ein Highlight. 

 

Mit Pascal absolvierten (v. l. n. r.) Annika, Anne, Bosse, Mai-Ann, ich und Markus die erste Bergtour mit 1155 Höhenmetern und einem wundervollen Ausblick auf die italienischen Berge. 

Am Ostersonntag wurden wir sogar vom Osterhasen beglückt! Noch vor dem Frühstück mussten wir auf dem Campingplatz alle Schokoosterhasen finden – wie die wohl dort hingekommen sind?!

Aber trotz Feierlichkeiten konnte das Training nicht ruhen. Wir sind mit Johannes eine entspannte Radrunde mit einem traumhaften Blick aufs Meer gefahren und haben uns anschließend auf einen Espresso in einem kleinen Restaurant in DOUGLAS (Dolcedo) mit den anderen getroffen.

Es folgten weitere Radtouren, Lauftrainings, Schwimmen, Athletik am Strand, eine Shoppingtour durch Oneglia – das ist das Zentrum von Imperia und abendliche Wizard Spiele (Übrigens: Niclas schafft in der ersten Runde zwei Stiche!).

Bei all den schönen Dingen musste es leider auch eine Panne geben: Anne brach sich, nach mehrfachem Fallen auf die gleiche Hand, das Handgelenk. Vorher konnte sie aber zum Glück noch eine kleine Tour auf dem Rad von einem der vielen kleinen Jungs machen, die schon morgens um acht immer ihre Runden um die Bungalows drehten. Und Apfelkuchen gab es trotzdem!

Das Trainingslager neigte sich dem Ende und wir haben alles gegeben. Markus und Mai-Ann mit einer 200km Tour nach Monaco, ich mit einem 30km/h Schnitt und einem neuen Laufrekord, Johann, Johannes und Pascal mit fast 3000 Höhenmetern in einer Tour und Nicholas mit einer 150km Solo-Tour. Letztendlich waren wir doch alle froh uns jetzt ein bisschen auszuruhen.

Zum krönenden Abschluss gab es am letzten gemeinsamen Abend selbstgemachte Pizza von den Campingplatzbesitzern! Die beste Pizza, die ich je gegessen habe und wirklich OFENFRISCH.

Es war eine unvergessliche Zeit, mit Höhen und Tiefen, Sonnenschein und Regen, Streit und Verzweiflung, aber vor allem mit sehr viel Spaß, lachen, Witzen, „deeptalks“ über Gott und die Welt und wir alle sind ein Stückchen weiter zusammengewachsen.

Und ein weiteres Mal heißt es: Imperia wir kommen wieder!